Ministerin Aminata Touré besucht das Katharinen Hospiz am Park

30.11.2023

Pünktlich zur Inbetriebnahme der Palliativstation im Neubau des Katharinen Hospiz am Park im November 2023 übergab Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung, am 29. November 2023 symbolisch den Förderbescheid für 12 Betten in Höhe von 360.000 Euro an die Geschäftsführung des Katharinen Hospiz am Park und konnte vor Ort über die Arbeit und Besonderheiten im Katharinen Hospiz am Park informieren.

Sozialministerin Aminata Touré: „Hospize sind Orte von Vertrauen und Nähe, von Erinnerungen, besonderen Momenten, Abschieden, aber auch von Neubeginn, Trost und Zuversicht. Seit Jahren fördern wir als Landesregierung den Auf- und Ausbau dieser wichtigen Einrichtungen. Das neue Hospiz in Flensburg ist ein wichtiger Baustein, um die Versorgungssituation im Norden Schleswig-Holsteins weiter zu verbessern. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir den Neubau als Land unterstützen konnten und möchte mich bei allen Beteiligten für ihre wertvolle Arbeit bedanken.“

Einmalige Kombination aus Palliativstation und Hospiz

Auf rund 1000 Quadratmeter Fläche wird die bisherige Bettenzahl verdoppelt. Besonders wird jedoch die Art des Betriebes sein, denn neben den bisherigen sechs Palliativbetten, werden ab Januar 2024 sechs stationäre Hospizbetten für schwerkranke und sterbende Menschen zur Verfügung stehen. Diese Kombination ist in Deutschland nahezu einmalig und nur durch eine befristete Zusage der Kostenträger ermöglicht. Hintergrund ist, dass Palliativstationen in der Regel stets einer Abteilung eines Krankenhauses angegliedert sind. Da die aktuellen Kapazitäten bei den Trägern nicht reichen und das gemeinsame Malteser-Diako-Klinikum sich in der Planungsphase befindet, gibt es für das Katharinen Hospiz am Park eine Ausnahmegenehmigung für den parallelen Betrieb, bis das neue Zentralkrankenhaus in Flensburg in Betrieb genommen wird. So wird das Katharinen Hospiz am Park mit dem Start des Malteser-Diako-Klinikums in Flensburg ein stationäres Hospiz mit 12 Betten werden.

Mit dem Neubau und der Möglichkeit stationäre Hospizbetten anzubieten, schließt sich eine Versorgungslücke in der Stadt Flensburg. Bisher wurden Patienten, die aufgrund ihrer fortschreitenden und lebensverkürzenden Erkrankung in einem stationären Hospiz aufgenommen werden wollten, u.a. in die Hospize nach Niebüll oder Schleswig verlegt. 

Wohlfühlatmosphäre für 12 Palliativpatienten und Hospizgäste

Die neuen Räumlichkeiten bedeuten für alle einen Zugewinn. Jedes der 12 Zimmer ist mit großen Fensterfronten, hellem Mobiliar und natürlich einem rollstuhlgerechten Bad mit barrierefreier Dusche ausgestattet. Dieser hohe Standard war im denkmalgeschützten Gebäude nicht gegeben. So hatte bisher keines der sechs Patientenzimmer ein eigenes Bad. Zudem gibt es Gästebetten, wenn Zugehörige übernachten möchten. 

Somit ist der Neubau auch ein Neustart, der dank vieler Unterstützer realisiert werden konnte. 

Bilder: Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung, Schleswig-Holstein