Bündnis für die Zukunft – ein Netzwerk für die Hospizarbeit

23.04.2026

Vor vier Jahren konnten wir im Katharinen Hospiz am Park trotz finanzieller Herausforderungen mit dem Neubau beginnen. Mit dem Spatenstich im Juni 2022 taten sich mehrere engagierte Akteure zusammen, um die finanziellen Hürden für Bau und späteren Betrieb zu nehmen. Zur Verbesserung der finanziellen Situation wurde die Idee entwickelt, ein „Bündnis für die Zukunft des Katharinen Hospiz am Park“ zu schließen. Während der Bau voranschritt, gelang es zunehmend, Unternehmen, Gemeinden und vor allem viele Menschen als Partner zu gewinnen.

Nachdem der Neubau mit stationärem Hospiz und Palliativstation nach einem Wasserschaden wenige Monate nach der Eröffnung im vergangenen Herbst wieder bezugsfertig war, fand jetzt eine besondere Einweihungs- und Dankesfeier für die Bündnispartner statt.

Horst Bendixen eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „Wir sind stolz auf das, was hier entstanden ist. Das war nur möglich dank aller, die mit offenem Herzen dabei waren. Über 300.000 Euro haben wir im Bündnis bislang gesammelt – für den Neubau und um die Arbeit des Katharinen Hospiz am Park langfristig zu sichern. Das zeigt die große Wertschätzung und wie tief das Hospiz in der Region verwurzelt ist.“

Anschließend hieß Dr. Cordula Haase als unsere ärztliche Leiterin die Bündnispartner willkommen. Sie ging auf die Geschichte des Hauses ein und erläuterte, weshalb Spenden für das Hospiz so wichtig sind. Dank dieser Unterstützung können Angebote wie z.B. die Trauerbegleitung von jungen Menschen oder die Begleitung von Kindern und Jugendlicher erkrankter Eltern im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst erst bestehen.

Ein Hospiz für die Region

Dass das Bündnis weit über die Stadtgrenzen hinaus wirkt, zeigt auch die Unterstützung der Gemeinden im Umland. Neben der Stadt Flensburg engagieren sich auch die Stadt Glücksburg, die Gemeinden Handewitt und Harrislee sowie die Ämter Mittelangeln, Langballig, Schafflund, Eggebek und Hürup. Thomas Rasmussen, Bürgermeister von Handewitt, betonte ergänzend, dass er sicher ist, dass die Region unser Hospiz auch künftig unterstützen wird, damit die wichtige Arbeit zum Wohle der Menschen erfolgreich fortgesetzt werden kann.

Ein warmherziges Gefühl

Bei der Besichtigung des Neubaus wurde die besondere Atmosphäre nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar. Sven Peschel, Partner der Steuerberatungskanzlei burgenta, sagte: „Wenn man diese Räumlichkeiten betritt, fühlt man sich sofort willkommen – es ist ein warmherziges Gefühl.“ Martin Ellermann, Bürgermeister von Harrislee, stimmte dem zu und ergänzte, dass es für ihn persönlich ein vorstellbarer Ort für das Lebensende wäre. Neben der eigentlichen Arbeit überzeugten ihn vor allem die hohe handwerkliche Qualität und das durchdachte Gesamtkonzept: „Es ist hervorragend gelungen.“

Sichtbare Wertschätzung

Bereits vor dem Eingang des Neubaus wird das Engagement des Bündnisses sichtbar: Elegante Trittplatten aus Edelstahl weisen den Weg. Künstler Hans Ruprecht Leiß berichtete, wie er gemeinsam mit seinem Kollegen Claus Lindner die Gestaltung umgesetzt hat. In zwei Lagen gefertigt und mithilfe moderner Lasertechnologie filigran ausgeschnitten, bilden die Fischmotive eine Art Spalier. So setzt sich die hochwertige Arbeit auch im Außenbereich fort. 

Nachhaltig sichern

Michael Schwandt betonte abschließend, dass im Bündnis jeder willkommen ist. Bewusst wurde auf feste Beitragssätze verzichtet, um möglichst vielen eine Beteiligung am Bündnis zu ermöglichen. Das Spendenkonto für das Bündnis lautet: DE21 2175 0000 0165 5930 05. Wer sich im Kleinen engagieren möchte, kann dies davon unabhängig auch durch eine Spende oder über eine Mitgliedschaft im Förderverein tun – bereits ab 30 Euro jährlich. Der Beitritt ist unkompliziert online möglich unter:
www.katharinen-hospiz-foerderverein.de/mitglied-werden

In diesem Zusammenhang würdigte auch Wolfgang Folger, Gründungsmitglied des Fördervereins, die langfristige Entwicklung: „Was heute geschaffen wurde, ist beeindruckend. Ich danke allen, die den Gedanken, den wir bereits 1990 ins Leben gerufen haben, bis heute weitertragen und unterstützen.“